Das Team:.
Margit
Germany
Michael
Deutschmann
Sebastian
Gennies
Peter
Hörler
Peter
Pfaffenbichler

 

 


Austrian Funboard Open 2003

Neusiedlersee

Die österreichischen Staatsmeisterschaften, wie diese Regatta inoffiziell heißt, ist - auf internationaler Ebene gesehen - eine der kleinen Regatten. Für Österreich jedoch die bedeutenste im Formula Windsurfing. Ein Bericht von Sebastian Gennies

>>Michael und ich sind schon eine Woche vor Beginn der Regatta angereist, um sich auf diesen doch sehr speziellen See ein wenig einzufahren. Durch die geringe Wassertiefe sind kurze, steile Wellen nicht gerade etwas, worauf sich ein Gardaseefahrer sehr freut. Und tatsächlich war es eine Umstellung. Wassertiefen im 300m Bereich des Ufers ca. 60 cm - der sichere Tot für die guten und teuren 70 cm Carbonfinnen. Somit waren Testfahrten mit den weniger gut laufenden Serienfinnen angesagt, was schon zu einer gewissen Demotivation, zumindest für mich - geführt hat. Margit, die sich eigentlich sehr auf diesen Event gefreut hatte, durfte aufgrund der kurzentschlossenen Entscheidung der int. Klassenvereinigung auf den Weg nach Rügen zur Formula WM machen und war von vorherein schon einmal leider nicht dabei und Peter kennt den Neusiedlersee sowieso besser als alle anderen - das Glück eines Seeanwohners. Damit verlief das Training relativ unspektakulär mit 2 einsamen Formulafahrern mitten auf dem See in Gott verlassenen Gegenden im Herbst in Weiden.

Zur Regatta selbst: Das Wetter hat - wie bei irgendwie sehr vielen Regatten - mal wieder nicht so ganz mitgespielt. Den See habe ich von vornherein nicht einschätzen können. Durch den Schlamm ( oder etwas anderes, was ich nicht weiß) bilden sich nur bei bestimmten Windrichtungen Schaumkronen, was die Stärke des Windes nicht absehen läßt. Das hatte ich schon bei den Testfahrten gemerkt, als, anstatt einem augen-scheinlichen Bild auf dem man bestenfalls einmal ins Gleiten kommt, mein 12 qm Segel sammt mir selber davongeflogen ist.

Am Samstag regnetet es zwar erst mal, im Laufe des Nachmittags kam dann jedoch auf einmal der Wind und zwar einer der undefinierbaren Sorte. Die Frage der Segelwahl stellte sich und ich entschied mich zusammen mit Michael für das 11er anstatt dem besseren 12. Eine klare Fehlentscheidung, denn nach dem Start war gleiten nur noch in den Böen möglich, was eine Wettfahrt zum absoluten Glückspiel macht und eine sportlich unfaire Sache stattfinden lässt. Michael und ich entschieden und unabhängig voneinander - neben einigen anderen Fahrern zum Ufer zurückzufahren und ein DNF zu kassieren anstatt weiterhin mit zu kleinen Segeln zu fahren. Auch eine Fehlentscheidung, denn der Wind wurde immer weniger, bis man schließlich auch mit dem 12 kaum noch vorwärts kam.

Das abendliche Programm - wohl auf Grund der Infrastruktur (welcher??) - eher eine ruhige Sache, die sich nach einem gemütlichen Zusammensitzen und einer Stunde auflöste, also nicht weiter erwähnenswert.

Sonntag war dann, zumindest was den Wind anbelangt, besser. Die ersten beiden Wettfahrten war unter halbwegs normalen Bedingungen, dann wurde der Wind wieder böig und das Glückspiel begann von Neuem, bis zur insgesamt 5. Wettfahrt, wo der Wind einfach mal um 70 Grad gedreht hat und die Taktik total über den Haufen war. Die Kreuz wurde zum halbwindschlag, der Raumkurs zur halben Kreuz.

Alles in allem eine gemütlichen Regatta, über deren Aussagekraft gestritten werden kann. Immerhin hat man ein paar Dinge am Start ausprobieren können, was bei großen internationalen Events eher nicht empfehlenswert sein könnte und es brachte einen Lerneffekt für mich, der seine erste anständige Formula Regatta hinter sich gebracht hat und nun mit mehr wissen in die neue Saison starten kann.<<

 

Ergebniss: Die Ergebnissen In Klammern sind die Streicher

Platz Punkte Nat. SegelNr Mannschaft 1. WF 2. WF 3. WF 4. WF 5. WF
1 12.00 CRO 5 Vladan Desnica 1 (13) 2 1 8
2 13.00 CRO 96 Ante Berlengi (DNF) 7 1 4 1
3 13.00 AUT 31 Peter Hörler 2 (6) 4 3 4
4 17.00 HUN 16 György Partos 3 (12) 7 5 2
5 17.00 AUT 30 Markus Pöltenstein 5 4 5 (6) 3
6 21.00 HUN 05 Molnar Akos 6 (10) 6 2 7
7 22.00 AUT 84 Peter Pfaffenbichler (DNF) 1 3 13 5
8 22.00 HUN 61 Oliver Glofar 4 2 (11) 10 6
9 30.00 AUT 37 Robert Angst 7 5 (10) 8 10
10 34.00 AUT 67 Michael Deutschmann (DNF) 3 9 11 11
11 34.00 AUT 200 Dieter Walter 8 8 (13) 9 9
12 36.00 AUT 26 Sebastian Gennies (DNF) 9 8 7 12
13 50.00 AUT 35 Thomas Pruckner 9 14 12 (DNF) 15
14 56.00 AUT 7 Sigismund Fuhrmann (DNF) 11 DNF 12 14
15 60.00 HUN 112 Gemela Gabor 10 15 (DNF) DNF 16
16 62.00 HUN 21 Laszlo Lazsadi 11 (DNF) DNF 14 18
17 67.00 AUT 106 Peter Starzengruber 12 (DNF) DNC DNF 17
18 70.00 AUT 555 Peter Wimmer (DNC) DNC DNC DNC 13

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