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Die
österreichischen Staatsmeisterschaften, wie diese Regatta inoffiziell
heißt, ist - auf internationaler Ebene gesehen - eine der
kleinen Regatten. Für Österreich jedoch die bedeutenste
im Formula Windsurfing. Ein Bericht von Sebastian Gennies
>>Michael
und ich sind schon eine Woche vor Beginn der Regatta angereist,
um sich auf diesen doch sehr speziellen See ein wenig einzufahren.
Durch die geringe Wassertiefe sind kurze, steile Wellen nicht gerade
etwas, worauf sich ein Gardaseefahrer sehr freut. Und tatsächlich
war es eine Umstellung. Wassertiefen im 300m Bereich des Ufers ca.
60 cm - der sichere Tot für die guten und teuren 70 cm Carbonfinnen.
Somit waren Testfahrten mit den weniger gut laufenden Serienfinnen
angesagt, was schon zu einer gewissen Demotivation, zumindest für
mich - geführt hat. Margit, die sich eigentlich sehr auf diesen
Event gefreut hatte, durfte aufgrund der kurzentschlossenen Entscheidung
der int. Klassenvereinigung auf den Weg nach Rügen zur Formula
WM machen und war von vorherein schon einmal leider nicht dabei
und Peter kennt den Neusiedlersee sowieso besser als alle anderen
- das Glück eines Seeanwohners. Damit verlief das Training
relativ unspektakulär mit 2 einsamen Formulafahrern mitten
auf dem See in Gott verlassenen Gegenden im Herbst in Weiden.
Zur
Regatta selbst: Das Wetter hat - wie bei irgendwie sehr vielen Regatten
- mal wieder nicht so ganz mitgespielt. Den See habe ich von vornherein
nicht einschätzen können. Durch den Schlamm ( oder etwas
anderes, was ich nicht weiß) bilden sich nur bei bestimmten
Windrichtungen Schaumkronen, was die Stärke des Windes nicht
absehen läßt. Das hatte ich schon bei den Testfahrten
gemerkt, als, anstatt einem augen-scheinlichen Bild auf dem man
bestenfalls einmal ins Gleiten kommt, mein 12 qm Segel sammt mir
selber davongeflogen ist.
Am
Samstag regnetet es zwar erst mal, im Laufe des Nachmittags kam
dann jedoch auf einmal der Wind und zwar einer der undefinierbaren
Sorte. Die Frage der Segelwahl stellte sich und ich entschied mich
zusammen mit Michael für das 11er anstatt dem besseren 12.
Eine klare Fehlentscheidung, denn nach dem Start war gleiten nur
noch in den Böen möglich, was eine Wettfahrt zum absoluten
Glückspiel macht und eine sportlich unfaire Sache stattfinden
lässt. Michael und ich entschieden und unabhängig voneinander
- neben einigen anderen Fahrern zum Ufer zurückzufahren und
ein DNF zu kassieren anstatt weiterhin mit zu kleinen Segeln zu
fahren. Auch eine Fehlentscheidung, denn der Wind wurde immer weniger,
bis man schließlich auch mit dem 12 kaum noch vorwärts
kam.
Das
abendliche Programm - wohl auf Grund der Infrastruktur (welcher??)
- eher eine ruhige Sache, die sich nach einem gemütlichen Zusammensitzen
und einer Stunde auflöste, also nicht weiter erwähnenswert.
Sonntag
war dann, zumindest was den Wind anbelangt, besser. Die ersten beiden
Wettfahrten war unter halbwegs normalen Bedingungen, dann wurde
der Wind wieder böig und das Glückspiel begann von Neuem,
bis zur insgesamt 5. Wettfahrt, wo der Wind einfach mal um 70 Grad
gedreht hat und die Taktik total über den Haufen war. Die Kreuz
wurde zum halbwindschlag, der Raumkurs zur halben Kreuz.
Alles
in allem eine gemütlichen Regatta, über deren Aussagekraft
gestritten werden kann. Immerhin hat man ein paar Dinge am Start
ausprobieren können, was bei großen internationalen Events
eher nicht empfehlenswert sein könnte und es brachte einen
Lerneffekt für mich, der seine erste anständige Formula
Regatta hinter sich gebracht hat und nun mit mehr wissen in die
neue Saison starten kann.<<
Ergebniss:
Die Ergebnissen In Klammern sind die Streicher
Platz Punkte Nat. SegelNr Mannschaft 1. WF 2. WF 3. WF 4. WF 5.
WF
1 12.00 CRO 5 Vladan Desnica 1 (13) 2 1 8
2 13.00 CRO 96 Ante Berlengi (DNF) 7 1 4 1
3 13.00 AUT 31 Peter Hörler 2 (6) 4 3 4
4 17.00 HUN 16 György Partos 3 (12) 7 5 2
5 17.00 AUT 30 Markus Pöltenstein 5 4 5 (6) 3
6 21.00 HUN 05 Molnar Akos 6 (10) 6 2 7
7 22.00 AUT 84 Peter Pfaffenbichler (DNF) 1 3 13 5
8 22.00 HUN 61 Oliver Glofar 4 2 (11) 10 6
9 30.00 AUT 37 Robert Angst 7 5 (10) 8 10
10 34.00 AUT 67 Michael Deutschmann (DNF) 3 9 11 11
11 34.00 AUT 200 Dieter Walter 8 8 (13) 9 9
12 36.00 AUT 26 Sebastian Gennies (DNF) 9 8 7 12
13 50.00 AUT 35 Thomas Pruckner 9 14 12 (DNF) 15
14 56.00 AUT 7 Sigismund Fuhrmann (DNF) 11 DNF 12 14
15 60.00 HUN 112 Gemela Gabor 10 15 (DNF) DNF 16
16 62.00 HUN 21 Laszlo Lazsadi 11 (DNF) DNF 14 18
17 67.00 AUT 106 Peter Starzengruber 12 (DNF) DNC DNF 17
18 70.00 AUT 555 Peter Wimmer (DNC) DNC DNC DNC 13
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