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Heuer
im August fand wieder einmal der legendäre Windsurfmarathon
im schönen Engadin am Silvaplanasee statt. Ein
Bericht von Michael Deutschmann.
Da
dieses Jahr kein Eurocup im Engadin ausgetragen wurde, meldete ich
mich halt für den Marathon an.
Erst nach meiner Anmeldung überlegte ich mir, was eigentlich
Marathon bedeutet. Der Kurs bestand aus einer Kreuz - zuerst Höhe
zur Luvtonne knüppeln- und anschließend über einen
Downwindslalom wieder zurück zur Startboje. Insgesamt wären
das 35 Halsen bei gefahrenen fünf Runden. Dabei stand mir schon
der Schweiß auf der Stirn. Aber ich glaub es gibt keine bessere
Möglichkeit Halsen zu trainieren, als ein Downwindslalom.
In Gedanken tat mir schon vorab alles weh und der Schweiß
rann mir schon in die Augen - obwohl ich noch gar nicht im Engadin
war.
Also
ging die Reise Richtung Westen durch das schöne Oberinntal
über die Grenze in die Schweiz.
Wie erwartet waren die Temperaturen auf 1800m NN etwas niedriger
als im schönen Tiroler Oberland. Deshalb waren die Kisten vor
allem mit Winterequipment gepackt.
Nach der üblichen Aufriggerei und der Registrierung vor Ort
wurden noch die letzten Feinheiten am Material gerichtet und die
Sponsorenaufkleber an den vorgeschriebenen Stellen platziert.
Inzwischen sichtete ich auch unsere Teamkollegin Margit. Somit war
klar: Sogar beim von nun morgendlichen gemeinsamen Frühstück
wurde genug Zeit mit Margit und der dazugehörenden Fachsimplerei
verbracht.
Nach dem Skippersmeeting hieß es: Nichts wie raus aufs Wasser,
noch etwas warm fahren und dann auf den Startschuß warten.
Man merkte die Hektik an der Startlinie der 75 Starter. Jeder hoffte,
die beste Ausgangsposition für den Marathon zu ergattern.
Mit Ertönen des Startschusses hing ich - wie immer - am Start
saudumm rum.
Dann begann die Gleitphase. Und das Rennen nahm seinen Lauf. Minute
um Minute wurde gekämpft. Und schon nach der ersten Runde merkte
ich, dass es ein guter Zug war ein Camelbag mitzunehmen, denn Ich
war dankbar für jeden Tropfen Wasser. Es war ein wildes Gerangel
bei jeder Tonne.
In der Hitze des Gefechtes merkte ich nicht mal, dass ich auch schon
Racer überholt hatte. Das Rennen zog sich über eine Stunde
hin. Ich beendete als 14. von 75 Teilnehmern das Rennen. Doch am
nächsten Tag sah ich auf der Ergebnisliste mich auf einmal
am 19. Platz.
Es dauerte 7 Stunden, bis das Endergebnis feststand- ob das unbedingt
notwenidg war, ist eine andere Geschichte. Alle Teilnehmer schimpften
laut umher.
Aber trotz allem war der Marathon für mich wieder eine wertvolle
Erfahrung im Renngeschehen, die ich nicht missen möchte.
Ich stellte auch fest, dass ich mit meinem F2 FX, der PURITSCHERFINNE,
dem 12,5er NORTHSAILS WARP FORMULA schnell sein kann.
Ich freu mich schon auf den nächsten Event am Silvaplanasee
und hoffe, dass sich der Veranstalter mit dem Klassement nicht mehr
so blamiert.
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