Das Team:.
Margit
Germany
Michael
Deutschmann
Sebastian
Gennies
Peter
Hörler
Peter
Pfaffenbichler

 

 


Engadin Surfmarathon

2003

Heuer im August fand wieder einmal der legendäre Windsurfmarathon im schönen Engadin am Silvaplanasee statt. Ein Bericht von Michael Deutschmann.

Da dieses Jahr kein Eurocup im Engadin ausgetragen wurde, meldete ich mich halt für den Marathon an.
Erst nach meiner Anmeldung überlegte ich mir, was eigentlich Marathon bedeutet. Der Kurs bestand aus einer Kreuz - zuerst Höhe zur Luvtonne knüppeln- und anschließend über einen Downwindslalom wieder zurück zur Startboje. Insgesamt wären das 35 Halsen bei gefahrenen fünf Runden. Dabei stand mir schon der Schweiß auf der Stirn. Aber ich glaub es gibt keine bessere Möglichkeit Halsen zu trainieren, als ein Downwindslalom.
In Gedanken tat mir schon vorab alles weh und der Schweiß rann mir schon in die Augen - obwohl ich noch gar nicht im Engadin war.

Also ging die Reise Richtung Westen durch das schöne Oberinntal über die Grenze in die Schweiz.
Wie erwartet waren die Temperaturen auf 1800m NN etwas niedriger als im schönen Tiroler Oberland. Deshalb waren die Kisten vor allem mit Winterequipment gepackt.
Nach der üblichen Aufriggerei und der Registrierung vor Ort wurden noch die letzten Feinheiten am Material gerichtet und die Sponsorenaufkleber an den vorgeschriebenen Stellen platziert.
Inzwischen sichtete ich auch unsere Teamkollegin Margit. Somit war klar: Sogar beim von nun morgendlichen gemeinsamen Frühstück wurde genug Zeit mit Margit und der dazugehörenden Fachsimplerei verbracht.
Nach dem Skippersmeeting hieß es: Nichts wie raus aufs Wasser, noch etwas warm fahren und dann auf den Startschuß warten.
Man merkte die Hektik an der Startlinie der 75 Starter. Jeder hoffte, die beste Ausgangsposition für den Marathon zu ergattern.
Mit Ertönen des Startschusses hing ich - wie immer - am Start saudumm rum.
Dann begann die Gleitphase. Und das Rennen nahm seinen Lauf. Minute um Minute wurde gekämpft. Und schon nach der ersten Runde merkte ich, dass es ein guter Zug war ein Camelbag mitzunehmen, denn Ich war dankbar für jeden Tropfen Wasser. Es war ein wildes Gerangel bei jeder Tonne.
In der Hitze des Gefechtes merkte ich nicht mal, dass ich auch schon Racer überholt hatte. Das Rennen zog sich über eine Stunde hin. Ich beendete als 14. von 75 Teilnehmern das Rennen. Doch am nächsten Tag sah ich auf der Ergebnisliste mich auf einmal am 19. Platz.
Es dauerte 7 Stunden, bis das Endergebnis feststand- ob das unbedingt notwenidg war, ist eine andere Geschichte. Alle Teilnehmer schimpften laut umher.
Aber trotz allem war der Marathon für mich wieder eine wertvolle Erfahrung im Renngeschehen, die ich nicht missen möchte.
Ich stellte auch fest, dass ich mit meinem F2 FX, der PURITSCHERFINNE, dem 12,5er NORTHSAILS WARP FORMULA schnell sein kann.
Ich freu mich schon auf den nächsten Event am Silvaplanasee und hoffe, dass sich der Veranstalter mit dem Klassement nicht mehr so blamiert.

 

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